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Atempause bei Studentenzahlen nutzen

Erstmal bleibt die Zahl der neuen Studenten gleich an der Universität Kassel. Eine Chance für bessere Lehre, sagt die Stadtverordnete von Kassel-Fasanenhof und hochschulpolitische Sprecherin Dr. Isabel Carqueville.

Stadtverordnete Dr. Isabel Carqueville Kassel Fasanenhof

Die große Welle bei den Studienanfängerzahlen bleibt in Kassel dieses Jahr aus. Diese Atempause sollte das Land Hessen nutzen, um die Personalsituation in der Lehre zu verbessern, fordert die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Kassel, Dr. Isabel Carqueville aus dem Stadtteil Kassel-Fasanenhof. „Befristet eingestellte Hochschullehrerinnen und -lehrer, die in den letzten Jahren an die Uni geholt wurden, sollten nun feste Stellen bekommen“, sagte die Kasseler Erziehungswissenschaftlerin, die selbst schon an der Universität Kassel lehrte. Die Ausrede doppelter Abiturjahrgänge gelte nicht mehr, wenn im nächsten Wintersemester ab Oktober immer noch Studierende in Pflichtkursen auf Treppen und in Gängen sitzen. „Gute Lehre sieht anders aus“, sagt Carqueville. Dazu brauche es Lehrkräfte an der Universität, die nicht mehr länger auf Basis halbjährlicher Verträge eingestellt werden.

„Die Landesregierung hat die Studierendenzahlen der letzten Jahre völlig unterschätzt und die Universität Kassel systematisch unterfinanziert“, kritisiert Carqueville. Das liegt aus ihrer Sicht auch an den zu niedrig angesetzt Planungen des Landes, die für die Universität Kassel etwa eine Maximalzahl von 12.000 Studierenden vorsieht. So steht es in den gemeinsamen Zielvereinbarungen zwischen Universität und Land Hessen. Tatsächlich studierten zuletzt aber 24.000 Menschen an der Universität Kassel, davon allein 6.250 im ersten Fachsemester. Carqueville fordert die Landesregierung auf, ihr Versprechen einer auskömmlichen Finanzierung der landeseigenen Universitäten endlich umzusetzen und mehr unbefristete Stellen zuzulassen.

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