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Bürger wollen Pergola neu auf bauen

Die vor kurzem abgerissene Pergola am Mülhäuser Platz am Fasanenhof soll bald wieder an ihrem angestammten Platz stehen.

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Die vor kurzem abgerissene Pergola am Mülhäuser Platz am Fasanenhof soll bald wieder an ihrem angestammten Platz stehen. Das beschloss der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung. Da das Holz der alten Konstruktion morsch geworden war, musste die Stadt das Bauwerk vor kurzem abbauen. „Die Pergola ist aber der wichtigste Teil des Mülhäuser Platzes“, sagte Ortsvorsteher Peter Carqueville. „Ohne sie geht auch die Städtepartnerschaft mit dem französischen Mulhouse zu Ende.“ Schon seit einem Jahr arbeitet der Ortsbeirat an Plänen, den Platz wieder aufleben zu lassen. Nun soll auch die Pergola im Mitmachprojekt und mit Hilfe von Spenden erneuert werden, genauso wie der Rest des Platzes, heißt es im Beschluss des Ortsbeirates.

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Nach dem Abbau der baufälligen Pergola am Mülhäuser Platz steht dort nur noch der Wappenstein der französischen Partnerstadt Mulhouse.

Eine erste Hilfe bekommen die Fasanenhofer dabei von Norbert Rose aus Niederzwehren, der sich noch während der Sitzung des Ortsbeirats bereit erklärte, zum Mitmachprojekt 3.000 Euro beizusteuern. Rose ist seit vielen Jahrzehnten in der Städtepartnerschaft mit Mulhouse engagiert. Er hatte seinerzeit die Idee für den Mülhäuser Platz am Fasanenhof und setzte sich damals auch dafür ein, den markanten Mülhäuser Wappenstein – ein offizielles Kulturgut des französischen Staates – an seinen heutigen Standort am Fasanenhof zu holen. Nun überreichte er dem Ortsbeirat eine der damals gedruckten Urkunden der deutsch-französischen Städtepartnerschaft, worin der Platz als Symbol des Friedens und der Völkerverständigung bezeichnet wird.

Im nächsten Schritt sollen laut Ortsvorsteher Carqueville nun die Bürger direkt über die weitere Gestaltung des Platzes entscheiden. Im Frühjahr soll im Zuge dessen an einem Festwochenende mit vielen Freiwilligen die Pergola wieder aufgebaut werden. Danach könnten weitere Bereiche des Platzes gestaltet werden. Bis es soweit ist, müssten aber noch weitere Unterstützer in der Stadt, in Frankreich und in den europäischen Gremien gesammelt werden, so Carqueville. „Es ist gut und richtig, gerade in Zeit der Europakrise diesen besonderen Platz gemeinsam wieder aufblühen zu lassen.“

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