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KVG-Reform: Ortsbeirat will Linie 27 erhalten

Im Zuge der Debatte um die Linienreform der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) hat der Ortsbeirat Fasanenhof erneut den Erhalt der Buslinie 27 gefordert. Sie verkehrt zwischen den Stadtteilen Wolfsanger und Fasanenhof. Das Stadtteilgremium betonte zwar, man unterstütze weiterhin die Sparbemühungen der KVG zur Zukunftssicherung der öffentlichen Verkehrsmittel. Entsprechend hatten die Bürgervertreter des Fasanenhofs als einzige in Kassel bislang stets positiv auf die Vorschläge der Verkehrsplaner reagiert.

Den Plänen zufolge sollen etwa die Abend- und Nachtangebote der Bahnlinien auf der Ihringshäuser Straße künftig deutlich ausgedünnt werden. Die frei werdenden Bahnen sollen den anderswo stärker vorhandenen Bedarf bedienen, heißt es auf der Webseite der KVG. Die Änderungen betreffen alle Stadtteile Kassels.

„Nach 10 Jahren Pendeln auf dieser Strecke kann ich bestätigen, dass die Bahnen abends ab der Weserspitze ziemlich leer sind“, sagte Ortsvorsteher Peter Carqueville (SPD) während der Sitzung des Ortsbeirats vergangene Woche. Das bestätigte der Kaufmann und ehemalige Straßenbahnfahrer Harald Bachmann (parteilos): „Die Kürzungen hätten eigentlich schon vor 10 Jahren kommen können.“

In die Debatte am Fasanenhof hatte sich zuletzt der Kasseler Verkehrsclub VCD eingeschaltet, der die Kürzungen aus Sicht des Stadtteils als „katastrophal“ bezeichnet. SPD-Fraktionschef im Ortsbeirat Norbert Lappöhn wies diese Darstellung zurück. „Wir sollten alte Zöpfe abschneiden“, so Lappöhn. Der Ortsbeirat will sich nun nochmal mit der KVG zusammen setzen und über eine Nachbesserung sprechen.

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